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Sail and Wine Mai 2017

SETSAIL  Segelkreuzfahrt 20. – 27. Mai 2017 rund um Mallorca

Ein kleiner Reisebericht

Seit mehr als 25 Jahren kenne, besser gesagt glaube ich Mallorca, einer der schönsten Destinationen im Mittelmeerraum zu kennen. Doch bei jedem Besuch überrascht mich dieses Kleinod aufs Neue. Besonders ist dies der Fall, wenn man Mallorca von See aus erlebt. Wunderschöne Strandabschnitte wechseln sich mit Steilküsten ab. Glasklares ,  türkisfarben schimmerndes Wasser lädt in vielen traumhaft versteckten , oft nur von See zu erreichenden Buchten,  zu einem Sprung ins Wasser ein. Danach gibt es einen leckeren, verdienten mediterranen Imbiss aus der Bordküche.

 

Am Abend ist jede Einfahrt in einen Hafen eine neue , herausfordernde Erfahrung. Man freut sich auf die Atmosphäre an Land, die kleinen einladenden Restaurants und das quirlige Hafenleben.

Ich habe hier noch keinen unfreundlichen Marinero erlebt. Gerne ist man hilfsbereit beim Anlegemanöver und man hat immer das Gefühl willkommen zu sein.

 

Bei unserem Mai Törn in diesem Jahr erinnere ich mich besonders gerne an die Begleitung einer Delfinfamilie zwischen Porto Christo und Porto Pollenca. An das Vorbeirauschen der Küste als  wir zwischen Cala Dòr und Puerto Christo unseren Genacker gesetzt hatten und mit achterlichem Wind stolze 10.4 Knoten erreichten.

 

An die immer wieder beeindruckende Umfahrt des Capo de Formentor, die dominante Steilküste an der Nordseite, das majestätische Tramuntanagebirge  und die Terrassenlandschaft von Bunjabalfar. Eine architektonische Meisterleistung aus der Zeit der maurischen Besetzung der Insel.


In diesem Jahr war für mich das gastronomische Highlight unser letzter Abend im Hafen von Porto Andratx,  wo  uns  Caroline von „ private cooking „ eine charmante und top qualifizierten Köchin bei einem Gastro-und Weinevent an Bord verwöhnt hat.

 

Natürlich wird das ganze erst rund , wenn die richtige Mannschaft, die richtigen Gäste  an Bord sind. Und  in diesem Jahr war das , wie in den Vorjahren der Fall.  Ich glaube, dass diese  intime, emotional Stimmung nur bei einer Segelkreuzfahrt mit maximal 4-6 Gästen erreicht werden kann.

Hier ist man ein Team, man tauscht sich aus, wer Lust hat aktiv mit zu segeln packt an,

wer seine Kochkünste demonstrieren will ist dazu herzlich eingeladen und der Weinkenner unter den Gästen kann aus dem kleinen, aber gut sortierten Bordfundus kredenzen. Der übrigens überwiegend aus mallorquinischen Weinen besteht.

Heute schon zähle ich die Tage bis Anfang September, wo wir mit neuen, netten begeisterungsfähigen Gästen, Neues erleben werden…. Danke Mallorca.

 

Dank  an meinen Freund und Skipper Thomas

Landgang Pollenca, Aktivpause vom Segeln

Segeln rund um Mallorca ist ein Traum: Blaues Wasser, Wind, Sonne, das Gebirge der Tramuntana, Formentor und viele schöne mallorquinische Orte, die einen Balearen-Segeltörn zu etwas Besonderem machen.

Treppen von Pollenca auf Mallorca

Treppen von Pollenca © dundanim – fotolia.com

Ein guter Tipp für einen Landgang ist das ehemals römische Städtchen Pollenca, ca. 7 km südwestlich von Port de Pollenca gelegen. Es lohnt sich, dort sonntags einen Landgang zu unternehmen und eine Pause vom Segeln einzulegen. Sonntag ist Markttag auf der lebendigen Plaza Major des schmucken Ortes. Unterhalb der mächtigen Kirche Santa Maria dels Angels präsentieren die einheimischen Verkäufer bis mittags ihre Produkte in bunten Marktständen. Farbenfroh lockt frisches Obst und knackiges Gemüse, Schinken, mallorquinischer Käse und eine Vielfalt an Oliven. Es gibt kaum einen interessanteren Landgang, um die Kombüse mit schmackhaften Zutaten zu füllen und sich für die nächste Segeletappe zu rüsten. Rund um die Plaza gibt es ausreichend Bars und Restaurants, von denen man dem munteren Treiben zuschauen kann.

Doch Pollenca bietet noch mehr als den Markt. Die kleinen Gassen des Ortes laden zum Bummeln ein. Manch bauliches Schmuckstück findet sich hier. Besonders schön ist der Aufstieg zum Kalvarienberg Calvari, der über 365 Stufen an einladenden Geschäften, einem kleinen Museum und blumengeschmückten Häusern vorbeiführt. Ist erst einmal die oberste Stufe erreicht, wird man mit einem phantastischen Ausblick über den Norden der Insel belohnt.

Irgendwann heißt es dann wieder Abschied nehmen von Pollenca und zurück geht es zum Boot nach Port de Pollenca. Einen schönen Ausklang des Landgangs direkt am Hafen bietet das Restaurant Stay. Wer nicht sofort wieder Segel setzen möchte, kann hier auf der Terrasse direkt am Wasser kulinarische Köstlichkeiten genießen und beim Sonnenuntergang die Segelroute für den nächsten Tag festlegen.

Fahrrad leihen?

Fahrrad leihen? © Tony386 – fotolia.com

Tipp: In Port de Pollenca sollte man sich ein Fahrrad für den Tag leihen und durch die kleinen, ruhigen Nebenstraßen nach Pollenca radeln. So bekommt man Seglerbeine schnell wieder fit. Wer es lieber ganz gemütlich mag, der findet in Hafennähe den Taxistand.

Passendes Programm: Sail and Wine